Das Paradox der überbesicherten Kredite
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Das Paradox der überbesicherten Kredite

Ein neues Working Paper der EZB vom 7. Januar 2026 enthüllt eine nicht-lineare Beziehung zwischen Kreditsicherheiten und Ausfallwahrscheinlichkeit bei Unternehmenskrediten in der Eurozone.

Kreditrisiko neu denken

Traditionelle Wirtschaftstheorien sehen Sicherheiten als Instrument zur Risikominderung und Ausfallprävention.

Empirische Studien lieferten jedoch oft widersprüchliche Ergebnisse, da risikoreichere Kreditnehmer häufiger Sicherheiten stellen und besicherte Kredite schlechtere Rückzahlungsquoten aufweisen.

Dieses Papier löst diesen scheinbaren Widerspruch auf, indem es die Risikohaftigkeit der Sicherheiten selbst und die nicht-lineare Beziehung zur Ausfallwahrscheinlichkeit in den Fokus rückt.

Die Erkenntnisse sind besonders relevant für die Entwicklung besserer Risikogewichtungsrahmen und das Management von Kreditrisiken in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit.

Auflösung eines Kredit-Paradoxons

Das Working Paper liefert substanzielle neue Erkenntnisse zur Dynamik von Kreditsicherheiten und Ausfallrisiken.

Es löst einen langjährigen Widerspruch in der empirischen Literatur auf und hat direkte Implikationen für die Kreditrisikobewertung und regulatorische Rahmenwerke, insbesondere im Hinblick auf die Risikogewichtung von Krediten.

Quelle: Risky collateral and default probability

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