Abwicklungsregime: Mehr Flexibilität, weniger Kapital
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Abwicklungsregime: Mehr Flexibilität, weniger Kapital

Dave Ramsden von der Bank of England (BOE) präsentierte die Evolution des Abwicklungsansatzes seit den Bankenpleiten von SVB UK und Credit Suisse im März 2023. Der Financial Policy Committee (FPC) senkte im Dezember 2025 die systemweiten Tier-1-Kapitalanforderungen um 1 Prozentpunkt auf rund 13% der risikogewichteten Aktiva (RWA).

Nach SVB und Credit Suisse: Lehren für die Abwicklung

Die Rede von Dave Ramsden ist eine direkte Reaktion auf die Turbulenzen im Bankensektor im März 2023, als SVB UK und Credit Suisse scheiterten.

Sie unterstreicht die kontinuierliche Anpassung des nach der globalen Finanzkrise etablierten Abwicklungsregimes.

Die BOE versucht, die Balance zwischen ausreichender Ex-ante-Resilienz (Kapitalanforderungen) und der Minimierung von Ex-post-Kosten (Bailouts) zu optimieren.

Die Anpassungen zielen darauf ab, das Regime proportionaler zu gestalten und gleichzeitig die Finanzstabilität zu gewährleisten, insbesondere für systemrelevante Institute.

Konkrete Anpassungen nach den Krisen von 2023

Die BOE zieht konkrete Lehren aus den Bankenpleiten von 2023.

Die Senkung der Kapitalanforderungen und die Anpassung der Abwicklungsschwellen zeigen eine pragmatische Weiterentwicklung des Regimes, das nun flexibler und proportionaler agieren soll.

Die Einführung des BRRA ist ein materieller Schritt zur Stärkung der Reaktionsfähigkeit.