BoE-Panel: Unternehmen melden nachlassenden Preis- und Lohnanstieg
Die Unternehmen im Decision Maker Panel der Bank of England (BoE) melden für die drei Monate bis Dezember einen leichten Rückgang der realisierten Preissteigerungen auf 3,7 Prozent. Auch die Erwartungen für die zukünftige Inflation und das Lohnwachstum sind leicht gesunken.
Firmen melden nachlassenden Preisdruck
Die Unternehmen im Decision Maker Panel (DMP) der BoE verzeichneten in den drei Monaten bis Dezember einen Rückgang ihres realisierten jährlichen Eigenpreiswachstums um 0,1 Prozentpunkte auf 3,7 Prozent.
Die für das kommende Jahr erwartete Eigenpreisinflation lag ebenfalls bei 3,6 Prozent, was einem Rückgang von 0,1 Prozentpunkten gegenüber dem Vormonat entspricht.
Dies deutet darauf hin, dass die Unternehmen für das nächste Jahr einen weiteren Rückgang der Output-Preisinflation um 0,1 Prozentpunkte erwarten.
Die für ein Jahr im Voraus erwartete VPI-Inflation betrug in den drei Monaten bis Dezember 3,4 Prozent.
Die entsprechende Messgröße für die Drei-Jahres-VPI-Inflation lag bei 2,9 Prozent.
Beide langfristigen Inflationserwartungen blieben in den letzten Monaten weitgehend stabil, was eine gewisse Verankerung signalisiert.
Arbeitsmarkt: Lohnanstieg verlangsamt sich
Das jährliche Lohnwachstum der Unternehmen lag in den drei Monaten bis Dezember bei 4,4 Prozent, ein Rückgang um 0,1 Prozentpunkte gegenüber dem Vormonat.
Die für das kommende Jahr erwartete Lohnentwicklung sank ebenfalls leicht um 0,1 Prozentpunkte auf 3,7 Prozent.
Dies bedeutet, dass die Firmen in den nächsten zwölf Monaten einen Rückgang ihres Lohnwachstums um 0,7 Prozentpunkte prognostizieren.
Das realisierte jährliche Beschäftigungswachstum verbesserte sich leicht von -0,7 Prozent im November auf -0,4 Prozent im Dezember.
Die Erwartungen für das Beschäftigungswachstum im nächsten Jahr schwächten sich jedoch leicht ab und fielen um 0,2 Prozentpunkte auf -0,4 Prozent.
Leichte Entspannung, aber keine Trendwende
Die Daten der BoE zeigen eine leichte Entspannung bei den Preis- und Lohnentwicklungen, was die Disinflationserzählung stützt.
Dennoch bleiben die Inflationserwartungen über dem Zwei-Prozent-Ziel, und die Beschäftigungsaussichten trüben sich leicht ein.
Für die Geldpolitik bedeutet dies, dass der Druck für weitere Zinssenkungen zwar nicht steigt, aber auch keine schnelle Entwarnung gegeben werden kann.