Zwei Wochen statt drei Monate
SSM Press

Zwei Wochen statt drei Monate

Die EZB führt ab Januar 2026 beschleunigte Prüfverfahren für Kapital- und Verbriefungsgeschäfte von Banken ein. Standardisierte Operationen, wie Aktienrückkäufe oder signifikante Risikotransfers (SRT), erhalten künftig innerhalb von zwei Wochen eine Genehmigung – statt wie bisher in drei Monaten.

Aufsicht im Wandel

Die Europäische Zentralbank verfolgt seit Längerem das Ziel, die Bankenaufsicht effizienter zu gestalten.

Diese Initiative ist eine direkte Antwort darauf, indem sie Routineprozesse automatisiert und Ressourcen für kritische, komplexere Fälle freisetzt.

Gleichzeitig reagiert sie auf das wachsende Volumen von SRT-Verbriefungen, die laut EZB-Daten von 87 Milliarden Euro im Jahr 2020 auf 210 Milliarden Euro im Jahr 2024 gestiegen sind.

Die neuen Prozesse sollen die Balance zwischen regulatorischer Sorgfalt und operativer Geschwindigkeit finden.

Routine-Update mit Fokusverschiebung

Die EZB liefert ein pragmatisches Update, das längst überfällig war.

Die Verkürzung der Prüfzeiten für standardisierte Vorgänge ist eine logische Konsequenz aus dem Effizienzstreben der Aufsicht.

Der Fokus auf komplexere Fälle ist sinnvoll, die angekündigte erhöhte Risikoprüfung bei Verbriefungen essenziell, um Missbrauch zu verhindern.

Keine Überraschung, aber eine willkommene Erleichterung für Banken.