SSM Paper

Eurobanken widerstehen Geopolitik-Schock

Die EZB-Bankenaufsicht hat den Solvenz-Stresstest 2025 für bedeutende Institute im Euroraum abgeschlossen. Insgesamt 96 Banken wurden unter einem Basisszenario und einem hypothetischen adversen Szenario bis 2027 geprüft.

Neue Regeln und globale Unsicherheit prägen Stresstest

Der Stresstest 2025 findet vor dem Hintergrund signifikanter makrofinanzieller Unsicherheit statt, insbesondere durch anhaltende geopolitische Spannungen und protektionistische Tendenzen, die das adverse Szenario besonders relevant machen.

Erstmals wurden die Auswirkungen der revidierten Eigenkapitalverordnung (CRR3) berücksichtigt, die seit Anfang 2025 in Kraft ist und die Berechnung der risikogewichteten Aktiva sowie den Output Floor neu regelt.

Die Ergebnisse werden direkt in den SREP (Supervisory Review and Evaluation Process) integriert und dienen als Grundlage für die Bestimmung der Säule-2-Empfehlungen.

Der Bericht unterstreicht die Notwendigkeit fortgesetzter Vorsicht bei der Kapitalplanung angesichts der komplexen globalen Lage.

Starke Botschaft an den Markt mit direkten Folgen

Dieser Bericht ist von höchster Relevanz, da er die offizielle Bewertung der Widerstandsfähigkeit des europäischen Bankensektors unter extremen Bedingungen darstellt.

Die erstmalige Berücksichtigung der CRR3-Regeln und die Integration der Ergebnisse in den SREP verleihen ihm eine hohe Signalwirkung für Banken und Investoren.

Die Betonung der fortgesetzten Vorsicht ist eine klare Botschaft der Aufsichtsbehörden.

Die detaillierte Analyse der Verlusttreiber und die Gegenüberstellung mit dem Stresstest 2023 bieten wertvolle Einblicke.

Quelle: 2025 stress test of euro area banks

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