Grenzüberschreitende Resilienz-Aufsicht
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Grenzüberschreitende Resilienz-Aufsicht

Die britischen Regulierungsbehörden FCA, Bank of England und Prudential Regulation Authority haben am 14. Januar 2026 ein Memorandum of Understanding (MoU) mit den Europäischen Aufsichtsbehörden (ESAs) unterzeichnet.

Digitale Resilienz als grenzüberschreitende Aufgabe

Die Abhängigkeit des Finanzsektors von externen IT-Dienstleistern ist in den letzten Jahren massiv gestiegen.

Cyberangriffe und Systemausfälle bei kritischen Anbietern können kaskadierende Effekte im gesamten Finanzsystem auslösen.

Sowohl das britische CTP-Regime als auch die EU-Verordnung DORA sind direkte Antworten auf diese systemischen Risiken, die durch die Digitalisierung entstehen.

Die nun vereinbarte Kooperation zwischen UK und EU ist ein pragmatischer Schritt, um regulatorische Lücken an den Schnittstellen zu schließen und eine kohärente Aufsicht über global agierende Dienstleister zu gewährleisten.

Ohne solche Abkommen bliebe die Aufsicht fragmentiert.

Pragmatische Antwort auf systemische Risiken

Die Unterzeichnung des MoU ist ein konkreter Schritt zur Operationalisierung der grenzüberschreitenden Aufsicht über kritische Drittparteien.

Es adressiert direkt die systemischen Risiken, die aus der zunehmenden Abhängigkeit des Finanzsektors von externen IT-Dienstleistern entstehen, und zeigt die Notwendigkeit internationaler Kooperation in der digitalen Resilienz auf.