AI-Boom: Finanzierungs-Shift und Bewertungsrisiken
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AI-Boom: Finanzierungs-Shift und Bewertungsrisiken

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIS) hebt hervor, dass Investitionen im Bereich Künstlicher Intelligenz (AI) stark ansteigen und bereits einen substanziellen Anteil am Wirtschaftswachstum ausmachen. Angesichts des erwarteten Investitionsbedarfs müssen Unternehmen ihre Finanzierungsquellen von operativen Cashflows auf Fremdkapital umstellen, wobei Private Credit eine rasch wachsende Rolle spielen wird.

AI-Hype trifft Finanzierungsrealität

Die Analyse der BIS reiht sich ein in die wachsende Debatte über die wirtschaftlichen Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz.

Während der Technologiesektor seit Jahren von hohen Bewertungen und Venture-Capital-Flüssen profitiert, rückt nun die Frage der nachhaltigen Finanzierung in den Fokus.

Die Notwendigkeit, von Eigenkapital auf Fremdkapital umzuschwenken, könnte den Private-Credit-Markt, der bereits ein enormes Wachstum verzeichnet, weiter befeuern und neue Risikokonzentrationen schaffen.

Die BIS als Hüterin der Finanzstabilität beobachtet solche strukturellen Verschiebungen genau.

Nachhaltigkeit hängt an Gewinnerwartungen

Die BIS-Analyse liefert wichtige Einblicke in die Finanzierungsdynamik des AI-Booms und warnt vor einer potenziellen Überhitzung der Equity-Märkte im Vergleich zu den Schuldenmärkten.

Obwohl die direkten Stabilitätsrisiken als moderat eingestuft werden, ist die Abhängigkeit von hohen Gewinnerwartungen ein kritischer Punkt für die langfristige Nachhaltigkeit des Wachstums.

Dies ist eine frühzeitige, substanzielle Warnung vor strukturellen Risiken.